Doi Suthep Tempel
View on Google MapsDie 300 Stufen zum Wat Phra That Doi Suthep bei Sonnenaufgang hinaufzusteigen, bleibt einer meiner transzendentesten Reisemomente. Der goldene Chedi fängt das erste Licht ein und scheint über den Wolken zu schweben, die die Bergflanke umhüllen. Mönche in karmesinroten Roben bewegten sich leise durch die Innenhöfe, als ich ankam, ihre Präsenz schuf eine nahezu greifbare spirituelle Energie. Der Tempel selbst ist atemberaubend — kunstvolle Nagas (Schlangen) rahmen die Treppe, und filigrane Holzschnitzereien erzählen Geschichten der buddhistischen Mythologie. Von der Terrasse breitete sich Chiang Mai unten wie ein Flickenteppich aus, wobei der Talboden noch in Morgennebel gehüllt war. Ich verbrachte zwei Stunden einfach sitzend und beobachtete Pilger aus allen Gesellschaftsschichten beim Beten. Eine ältere Thailänderin zeigte mir, wie man Räucherstäbchen richtig anzündet, ihre verwitterten Hände sanft mit meinen. Der Tempelkomplex umfasst ein Museum und Meditationsbereiche, wo man in tiefer Stille sitzen kann.
